Skyline_Frankfurt

Energieausweis

Der Energieausweis wurde ab Januar 2008 schrittweise eingeführt. Die Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) stellt die gesetzliche Grundlage für die Erstellung von Energieausweise für Wohn- und Nichtwohngebäude dar. Er ist bei Mieterwechsel, Neubau, Kauf und Verkauf auszustellen.

Neben der Pflicht der energetischen Zertifizierung ist dies der erste Schritt einer transparenten Bestandsaufnahme Ihrer Gebäude und bietet Ihnen die Möglichkeit eines energetischen Benchmarkings und die strategische Integration der Energieausweise in die Vermarktung.

Wir erstellen bundesweit seit 2005 Bedarfsausweise und Verbrauchsausweise für Bestandsgebäude aller Nutzungstypen (Wohnen, Gewerbe, Büro, Logistik).
Wir können damit Kompetenz und Praxiserfahrungen und entsprechend große und komplexe Immobilien zertifizieren.
Zu allen Fragen rund um das Thema Energieausweise verfügt die 2COM über kompetente Ansprechpartner und Strategien.

Nach der EU-Richtlinie „Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden 2002/91/EC“ sind seit dem 04.01.2006 Energieausweise über die Energieeffizienz von Gebäuden in den EU-Mitgliedsstaaten zu erstellen. Die EU-Richtlinie wurde mit der Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV) in nationales Recht umgesetzt. Eigentümer, Vermieter und Entscheider sollten sich daher über die Regelungen informieren, um die Auswirkungen auf ihren Gebäudebestand und ihren persönlichen Handlungsbedarf zu klären.

Links

Zukunft-Haus
https://effizienzhaus.zukunft-haus.info

Deutsche Energie-Agentur
http://www.dena.de

Was weist der Energieausweis aus?

Der Energieausweis weist einen Kennwert für die Energieeffizienz des Gebäudes aus und soll das Gebäude somit energetisch vergleichbar mit anderen Gebäuden machen. Ausgewiesen wird der Energiebedarf für Wärme, Kälte, Lüftung, Beleuchtung und Hilfsenergie. Neben dem Energiekennwert werden Vergleichswerte und Modernisierungshinweise ausgewiesen.

Welche Gebäude sind betroffen?

Betroffen von der EU-Richtlinie sind alle Neu- und Bestandsbauten, sowohl Wohn- als auch Nichtwohngebäude. Die Richtlinie umfasst damit Objekte mit verschiedensten Funktionen: Ein- und Mehrfamilienhäuser, Baumärkte, Kinos, Tankstellen ebenso wie Verwaltungsbauten, Bürohochhäuser Produktionsstätten oder Flughäfen und Einkaufszentren.

Wann muss man den Energieausweis erstellen?

Die Energieeinsparverordnung sieht vor, dass bei Verkauf oder Vermietung von Wohngebäuden, seit 2008 Energieausweise zu erstellen sind.

Seit 2009 müssen auch für Nichtwohngebäude bei Neubau, im Verkaufs- oder Vermietungsfall Energieausweise ausgestellt werden. In öffentlichen Gebäuden > 1.000 m² mit Publikumsverkehr müssen die Ausweise zudem ausgehängt werden.

Energieausweis nach Bedarf oder Verbrauch?

Eigentümer und Vermieter von Wohn- und Nichtwohngebäuden verfügen über ein Optionsrecht. Damit können sie grundsätzlich selbst entscheiden, ob sie den Energieausweis nach berechnetem Energiebedarf oder gemessenem Energieverbrauch verwenden. Lediglich für Wohngebäude mit weniger als vier Wohneinheiten sollen Bedarfsausweise vorgeschrieben werden, wenn sie nicht beim Bau selbst oder durch spätere Modernisierung mindestens das Wärmeschutzniveau der 1. Wärmeschutzverordnung von 1977 erreicht haben.

Was sind die Vor- und Nachteile der Energieausweis-Varianten?

Der Verbrauchsausweis ist anhand von Zählerwerten mit relativ geringem Aufwand erstellbar und erfüllt die gesetzlichen Anforderungen. Der Verbrauchsausweis ist somit relativ preiswert zu erstellen. Allerdings hat der Verbrauchsausweis nur eine eingeschränkte Aussagekraft, da die Ergebnisse nicht nachvollziehbar sind und keine Rückschlüsse auf die Ursache von hohen Energieverbräuchen möglich sind. Dies ist nur möglich, wenn die einzelnen Energieanteile detailliert erfasst bzw. ermittelt werden. Somit können mit dem Verbrauchsausweis keine fundierten Analysen von Energieeinsparpotenzialen ermittelt oder nur schwer zuverlässige Modernisierungshinweise gegeben werden.

Der Bedarfsausweis hingegen weist die einzelnen Energieanteile für Heizung, Warmwasser, Kühlung, Lüftung, Beleuchtung etc. aus und stellt somit eine Grundlage für Modernisierungshinweise und weitergehende Maßnahmen zur Energieeinsparung dar. Der Bedarfsausweis wird auf Basis der neuen DIN V 18599 berechnet. Der Energiebedarf der Immobilie wird hierbei nutzerneutral berechnet. Er ist wesentlich aussagekräftiger als der Verbrauchspass, jedoch ist die Berechnung mit sehr hohem Aufwand und entsprechenden Kosten verbunden.

Die Darstellung der Kennwerte bei beiden Energieausweisvarianten ist äußerst plakativ und erinnert an die Energieeffizienz-Klassifizierungen bei Kühlschränken oder Spülmaschinen.

Wie sind die Erfahrungen bei der Energieausweisausstellung?

Die dena (deutsche Energieagentur) hatte im Auftrag des Bundesbauministeriums Feldversuche zur Ausstellung von Energieausweisen sowohl für den Wohnungs-, als auch für den Nichtwohnungsbau durchgeführt. Das Energiereferat Frankfurt am Main hatte federführend an dem Feldversuch Nichtwohngebäude für die Region Frankfurt teilgenommen. Erste Erfahrungen bei der Ausstellung von Energieausweisen konnten in die gesetzlichen Regelungen eingebunden werden.

Die 2COM nahm bereits 2005 als Aussteller für Energieausweise am Feldversuch des Energiereferats Frankfurt teil. Seit Einführung der EnEV 2007 am 01.10.2007 stellt die 2COM Energieausweise für teilweise sehr große und komplexe Gebäude und unterschiedlichste Nutzungsarten aus. Die 2COM verfügt somit über entsprechende langjährige Kompetenz und Praxiserfahrungen.